Original Prüfungsprotokolle
zur Mündlichen amtsärztlichen Überprüfung zum Heilpraktiker

Als Heilpraktiker-Anwärter finden Sie hier die gesammelten Original Prüfungsprotokolle zur Mündlichen Amtsärztlichen Überprüfung zum Heilpraktiker von Absolventen der Akademie für Ganzheitsmedizin Heidelberg.

Achtung! Die subjektiven Protokolle der Heilpraktikerprüfung sind sehr private, ehrliche und teils emotionale Aufzeichnungen der Absolventen so wie diese sie aus ihrer Erinnerung des Prüfungsablaufs niedergeschrieben haben und nur für den Zweck bestimmt, HP-Anwärtern etwas die Angst zu nehmen. Wenn der Prüfungsablauf bekannt ist, und die Prüfungstaktik durchschaut und der rote Faden in den Prüfungen erkennbar wird, fällt die Prüfung leichter. Schon sehr vielen HP-Absolventen haben die Protokolle ihrer Vorgänger/Innen, die in den unterschiedlichsten Stilen geschrieben sind, sehr geholfen.

Die AfG HD möchte an dieser Stelle allen Beteiligten ganz herzlich danken. Sie möchten an der Heilpraktikerprüfung teilnehmen? Mit unserer Prüfungsvorbereitung zur Heilpraktikerprüfung sind sie optimal vorbereitet.  Der Intensiv-Prüfungsvorbereitungskurs ist bei allen angebotenen Studiengängen zum Heilpraktiker an der Akademie für Ganzheitsmedizin in den Studiengebühren enthalten und ist für externe Teilnehmer separat buchbar.

Die Eingangsfrage war, was ich als Heilpraktikerin in meiner Praxis tun möchte?

1. Verschiedene Gesetze aufzählen und erklären.

Wie z.B.: Heilpraktiker-, Hebammen-, Verschreibungsmittel-, Infektionsschutzgesetz

2. Was tun sie, wenn ein Patient mit einer Gastroenteritis in ihrer Praxis war?

Desinfektion der Behandlungsliege, Böden, WC, Lichtschalter, Türgriffe und die Hände desinfizieren.

3. Die Handdesinfektion praktisch vorführen und die Desinfektionsmittel erklären.

4. Es wurde ein Bild vorgelegt mit einer älteren Frau die neben ihrem Bett auf dem Boden lag. Die Tochter ruft sie mit der Bitte die Mutter zu kommen und sie zu unterstützen, eventuell mit einem naturheilkundlichen Mittel. Sie kennen beide, da sie gemeinsam in einem Haus wohnen. Die Mutter ist bei Bewusstsein, hat Schmerzen.

Was machen Sie?

DD: Notfall – Apoplex – Herzinfarkt – Lungenembolie – akutes Abdomen – Phlebothrombose und alles medizinisch erklären.

Diagnose: Oberschenkelhalsfraktur

Notfall: Es kann zu inneren Blutungen kommen – Notarzt!!!!

5. Blutdruckmessung praktisch durchführen und erklären (A. brachialis, A. radialis).

Manschettenbreite wann wird eine schmale und wann eine breite Manschette eingesetzt?

6. Ein 50 Jahre alter Mann kommt zu Ihnen in die Praxis wegen Taubheitsgefühl/Missempfindungen im rechten Bein?

Er ist leicht übergewichtig und hat einen Diabetes mellitus (leichte Erhöhung der Blutzuckerwerte).

DD: Bandscheibenvorfall

Was testen sie?

Sensibilitäts-Test und die neurologischen Untersuchungen praktisch vorführen.

Diagnose: Apoplex

Was ist eine Apoplexie, welche Unterscheidungen (roter-weißer Insult) gibt es, Untersuchungsmethoden und Ursachen?

Notfall!!!!!

Gedächtnis-(Lücken)-Protokoll

(mit Anspruch auf Unvollständigkeit – mündl. HP-Prüfung Heppenheim (8.12.2016)

Prüfungskomission: Amtsärtzin

Heilpraktikerin

Protokollantin

Delinquent: F.G. L. (Moriturus vos Salutat),
zeitlose 70 Jahre („und kein bisschen weise“
)

Prüferverhalten/ Atmosphere:

Sachliche, Professionell, am wesentlichen orientiert, “keine
Geschenke”, Hilfsbereit, Hinweisgebend, Fair

Verlauf: Prüfling zieht 6?/ 8?/ 10? Umschläge; Inhalt: Fragen, Bilder

Frage: Wann besteht für den HP Behandlungspflicht?

  • Nur im Notfall, wie für jeden Bürger, wäre sonst unterlassene Hilfeleistung – StGb
  • Ansonsten keine

Tätigkeitsverbote:

  • Sollte man alle drauf haben

Bild (Anopheles) Mücke

  • Malaria

Kommt das in unseren Breiten vor?

  • Letzter nachgewiesener Fall kam 1909, 1911, 1916 vor
  • Tropenkrankheit
  • Hämoplyse
  • Symptomatik (kurz)
  • Erreger: Plasmodium

Vor Beantwortung der Frage wies ich darauf hin, dass ich nicht alle ~70 behandelten Infektionskrankheiten en Detail drauf habe. (Antwort s.o. genügte)

Blutbild HIV/ Syphilis

  • O.B.

Bild „Skabies Haut“ – Ausschnitt

  • Stand auf dem Schlauch, da ich „Krätze“ immer mit dem Gesicht assoziierte; rumgeraten – nach Hinweis: – Erreger und Therapie

Abschweif Psoriasis:

  • Phänomene
  • Betroffene Körperstellen

PAVK – Symptomatik

  • 6 P´s
  • Lagerung
  • Transport (Hp´in wollte „Wattepackung“ hören)

Abschweif Notfallschema

  • Mit Blutdruckkontrolle nach Wiedereinsetzen der Atmung (>90mm/Hg – Systol)

Impfkalender

  • Hinweis auf nur ungefähren Kenntnisstand („so etwas müsse man die Mütter fragen“)
  • Einige Kinderkrankheiten ohne genauen Impfzeitpunkt erwähnt

Abschweif Polio Schluckimpfung; Gründe für Einstellung

  • Impfschäden, Keinvirulenz zu hoch
  • Eigener Hinweis, im Bedarfsfall aktuelle Infos über RKI anzufordern – war ok.

Abschweif: welche Aktualisierungen

  • 2008: H1N1
  • 2015: EBOLA u.a.
  • 2010: ZICA u. verwandte (Arbo) Viren
    • Gefährdete
    • Symptome bei Säuglingen
    • Übertragungswege

Abschweif: Ausbildung Immunsystem

  • Thymus
  • B/T – Lymphozyten
  • Zellarten/ Funktionen

Schall-Leitung-/ Schall-Empfindungs- Störungen

  • Jeweilige Lokalisation
  • „Weber“ – „Rinne“ – Test
  • Ursachen
  • (Prinzipielles genügt)

Augenkrankheiten

  • Katarakt und Glaukom – Symptomatik, Ursachen
  • Anfall: NOTFALL

(an mehr kann ich mich derzeit nicht erinnern)

Für schriftliche Prüfung: „Kreuzen, kreuzen, kreuzen…. Ansonsten

  • (fast) nur eigene Mitschriften

  • Teilweise schriftlich schematisch, speziell nach meinen Lerngewohnheiten neu strukturiert
  • V.a. Generelles: z.B. Hämolyse/ RAAS/ Angina/ Erythrozytenveränderungen u.ä.

Schlagworte: an denen man den Rest aufdröseln kann

  • Cholera: kein Fieber, „Waschfrauenhände“
  • Tyhus, „Erbsbrei“, „Treppenfieber“, kontinua, kein Schüttelfrost, Fieberschwankungen III

Eselsbrücken: je blöder, desto Einprägsamer; ab und an Blick in AfG-Skripte
(als Nachschlagewerk)

Wenn Begriff Vergessen – Pschyrembl wg leichter Auffindbarkeit,
Kein Internet

Keinerlei andere Sekundärliteratur

Keine einzige Seite, „Naturheilpraxis heute“ von Elvira Bierbach

4×2 Std, Sitzung mit Frank Schluchter (letzte 2 Wo) – gute Zusammenfassung,
gibt Selbstvertrauen

Dank für die Geduld der Unterrichtenden: „..so, dass selbst der leicht retardierte ältere Herr es auch kapierte…“

Und Studienkolle(inn)en

„…er wirkte seltsam und schien allen ein wenig aus der Zeit gefallen – mehr ein Fossil, das Sonderbar, ansonsten aber harmlos war….“

An Ursula für – die kongeniale Beherrschung des Chaos: die Realisierung des unmöglichen in schwierigsten Zeiten und für ihre Freundschaft

Anmerkung zum Gedächtnis im Alter:
Wer masst sich an, den Lernfrust zu ermessen?
In Lücken scheint die Hirnsubstanz entkernt.
Was man gelernt hat, nie hat man´s besessen.
Die meisten Fakten waren schon vergessen,
da hat man sie noch nicht einmal gelernt!

Hallo liebes AfG-Team,
Ich hatte heute die mündliche Prüfung bei Fr. Dr. Rieffel !  Sie war super nett!

1. Mann (73J. ) kommt hinkend in die Praxis.  Er hat eine Entzündung im Knie.

– alle Zeichen der Entzündung!
– Kniestrukturen und mögliche Untersuchung und Test des Knies
Er hat Fieber!  Vor einer Woche Kniepunktion durch einen Orthopäden
– septische Streuung!
Mögliche Komplikation?
– septischer Schock! + Schockindex
Weiteres Vorgehen?
– Notfall ! Etc.!

2. Frau ,  34 J. alt, Mutter von 2 Kindern, kommt vom Urlaub zurück  ( Fleugzeug- Langflug)Dort war die Klimaanlage kalt, hat gefroren!  Jetzt klagt sie über mäßiges Fieber, Husten, Atemnot!

– Bronchitis,  Infektionskrankheit, Legionellen, atypische Pneumonie?
-Oder hat oder hatte sie Schmerzen in der Wade?
Wenn Sie danach frage! Ja!
– Verdachtsdiagnose – Lungenembolie!
Hat sie auch retrosternale Schmerzen?
Ja!
– Notfall!  Notarzt anrufen, Pat. hinlegen mit Oberkörperhochlagerung, O 2 Gabe, venöser Zugang legen
Geben Sie Medikamente?
-Nein! Auf keinen Fall i.m.- Injektion, falls Lyse gemacht werden muss!
Hämatombildung!
Weg des Thrombus von Tiefenbeinvenen bis Lunge! Und alle Zeichen der TVT!
– …..

Alles richtig!

3. Als letzte Frage!
Was wissen Sie zu Demenz und welche Untersuchung?

Die Prüfung war geschafft!

Danach die Frage: Wie war es für Sie?
– Ich hätte mindestens eine Infektionserkrankung erwartet!😆

4. Bild von ihrem Enkel!

– Kind mit Ausschlag- Windpocken!

Das war super!

Liebe Grüße Y W-G

Danke euch für die tolle Vorbereitung!!!

Liebe AfG Heidelberg,

am 08.06.2015 hatte ich in Heilbronn meine Heilpraktikerprüfung. Ich habe bestanden 😊

Gesetze…DD chronischer Durchfall…Diabetes mellitus…FSME!

Es war eine angenehme Atmosphäre ( Amtsarzt und Beisitzerin haben abwechselnd gefragt ). Nach 40 Minuten war`s vorbei und ich war einfach nur total glücklich.

Danke für Eure Hilfe im Prüfungsvorbereitungskurs.

Wir sehen uns ganz sicher noch öfters 😊

Bericht mündliche Prüfung Karlsruhe 21.5.2015, R.B.
Amtsärztin: Dr. Tanner
Beisitzer: HP Rieger oder Riegert ?

Nach einer netten, kurzen Begrüßung mit der Frage ob ich mich in der Lage fühle, die Prüfung abzulegen, ging es los mit einer Blickdiagnose: Windpocken.
Kurze Beschreibung des sichtbaren Symptomatik und dann sollte ich erzählen, was mir zu Windpocken einfällt.
Besonderen Wert legte sie auf die möglichen Komplikationen, vor allem auch für Schwangere, die sich mit Windpocken infizieren können, weshalb auch die Impfung so wichtig ist.

• Dann kam ein Fallbeispiel:
57-jähriger Mann, kommt nach feucht-fröhlicher Geburtstagsfeier an die frische, kalte Luft und bekommt retrosternale Schmerzen, die kurz darauf von selber weg gehen. Am nächsten Tag fühlt er sich nicht ganz fit, hat auch im Laufe des Tages wieder die gleiche Symptomatik und geht dann zum HP.
Meine Vermutung: Angina pectoris oder untypischer Herzinfarkt, beim ersten Mal ausgelöst durch den plötzlichen Kältereiz, eventuell doch schon mit nekrotischen Veränderungen am Herzmuskel und in der Folge mit instabiler Angina pectoris. War korrekt.
Hier ging es darum, den Notfall zu vermuten und die entsprechenden Reaktionen korrekt zu schildern: Notarzt rufen, Vitalzeichenkontrolle, je nach Bewusstseinszustand die korrekte Lagerung sowie der Hinweis, dass bei vorhandenem Nitrospray ich dem Patienten assistieren darf bei der Anwendung, sublingual.
(Für das Fallbeispiel hatte ich gefragt, ob ich mir ein paar Notizen machen darf und dann meinen Notizzettel gezückt mit der Silouette eines Menschen – was beim Gremium auf der anderen Tischseite ein überraschtes, interessiertes Lächeln bewirkte. Habe die Notizen aber kaum gebraucht, weil der Fall so eindeutig war.)

• Dann ein paar Folgefragen zum Thema Herzinfarkt, Arteriosklerose, metabolisches Syndrom.
Im Prinzip wollte sie nur die Definitionen wissen und ob man die Zusammenhänge dieses Krankheitskomplexes versteht.

• Dann als Differentialdiagnose: Anurie / Oligurie.
Ich musste innerlich grinsen, weil ich mir ausgerechnet das am selben Morgen noch mal angesehen hatte und konnte hier sicher glänzen mit den korrekten Werten und Definitionen von Anurie und Oligurie. Danach die Ursachen schön eingeteilt in prärenal, renal und postrenal – was ein anerkennendes Nicken auf der anderen Seite des Tisches bewirkte… ;-)

Zum Aspekt prärenale Ursachen wollte sie zur Exsikkose noch wissen, w